Social-Media nervenschonend nutzen: 5 Tipps für einen resilienten Umgang

Social Media bieten tolle Möglichkeiten, ein Unternehmen darzustellen und Kunden für eine Dienstleistung zu gewinnen. Doch zu viel Social Media können auch krank machen. Besonders für stressanfällige Menschen empfiehlt sich ein bewusst dosierter, achtsamer Umgang mit diesen Medien.

Das Leben der anderen wirkte schon immer interessant. Das ist nicht erst seit der Erfindung von Social Media so. Doch früher konnten wir allenfalls aus Büchern oder Filmen einen direkten Einblick in das Leben der anderen nehmen. Medien wie Facebook und Instagram machen es heutzutage jedem einfach, sich online einer breiten Masse zu präsentieren.

Der ständige Vergleich mit anderen kann krank machen.

Das hat unter anderem eine Studie herausgefunden, die Ende 2016 in der Fachzeitschrift Depression and Anxiety veröffentlicht wurde. Demnach haben Social Media insbesondere bei jungen Menschen einen direkten Einfluss auf das Wohlbefinden und sind nicht selten sogar eine Quelle für Depressionen und Angsterkrankungen.

Die Neigung zur Depressivität ist jedoch keine Voraussetzung, um sich im Umgang mit Facebook und Co. unwohl zu fühlen. Viele Menschen fühlen sich schlicht überfordert durch die scheinbar nicht abreißen wollende Nachrichtenflut. Wenn Sie das an sich selbst feststellen, ist es Zeit, daran etwas zu ändern. Als Unternehmer oder Selbstständiger kommen Sie heutzutage jedoch niemals so ganz um Social Media herum.

Ich zeige Ihnen in diesem Beitrag, wie Sie einen gesunden Umgang mit Facebook und Co. für sich gestalten können.

 

1. Verzichten Sie auf Apps

Nahezu jedes Social Network verfügt heutzutage über eine eigene App. Facebook bietet aktuell sogar sechs verschiedene Apps, welche die Nutzung der Plattform besonders komfortabel machen sollen. Das Problem: Insbesondere der Messenger und die App Facebook-Mentions können einen durch Ihre ständigen Benachrichtigungen ganz schön auf Trab halten – auch dann wenn, Sie eigentlich gerade etwas ganz anderes tun möchte.

Für Menschen, die sich ohnehin schnell ablenken lassen, sind diese Funktionen fatal! Durch die Dauerpräsenz der Plattformen geraten sie schnell in Versuchung, sich ständig mit ihnen zu beschäftigen.

Und genau das ist ja auch der Wunsch des Betreibers von Facebook. Sie sollen möglichst viel Zeit in dem Netzwerk verbringen, denn Social Network werden durch Werbung finanziert. Am ehesten klicken Sie auf diese Werbung, wenn Sie sich besonders häufig in sozialen Netzwerken aufhalten. Das wissen natürlich auch die Betreiber und unternehmen deshalb so einiges, um Sie möglichst oft auf ihre Plattformen zu locken.

Deinstallieren Sie Social-Media-Apps wenn Ihnen bewusst ist, dass Sie anfällig dafür sind, sich ablenken zu lassen.

 

2. Feste Zeiten für Social Media

Planen Sie stattdessen feste Zeiten für Social Media ein und weichen Sie von diesem Zeitplan möglichst nur in Ausnahmefällen ab. Legen Sie konkret fest, wann Sie Zeit in Social Media verbringen wollen. Auch könnte Ihre Regel lauten, dass Sie Facebook und Co. grundsätzlich nur am Wochenende nutzen wollen.

Gerade wenn Sie Social Media effektiv für Ihr Marketing betreiben wollen, sind feste „Arbeitszeiten“ empfehlenswert. Tragen Sie sich diese in Ihren Terminkalender ein, damit Sie sie nicht vergessen.

Ob Sie einmal täglich für einige Minuten auf die Plattformen schauen möchten (oder müssen) oder nur ein bis zweimal in der Woche: Feste Zeiten verhindern, dass Sie ungewollt zu viel Zeit in den durchaus verführerischen Social-Media-Welten verplempern.

 

3. Erstellen Sie einen Social-Media-Plan

Ob es um die Aktualisierung Ihres Firmenprofils, das Beantworten von Nachrichten, die Kontaktpflege oder den Ausbau Ihrer Reichweite geht: Notieren Sie im Vorfeld, welche Aufgaben Sie wann in Social Media erledigen wollen. Damit stellen Sie sicher, dass Sie diese Aufgaben auch wirklich erledigen werden. Bedenken Sie: Ihr Social-Media-Engagement hat für Ihr Unternehmen nur Sinn, wenn es einem zuvor definiertem Ziel folgt. Sie wollen zum Beispiel bekannter werden, ein Image aufbauen oder Ihre Dienstleistung verkaufen? Alle nötigen Schritte, um dieses Zeil zu erreichen, sollten Ihnen im Vorfeld bekannt sein.

 

4. Nutzen Sie einen Social-Media-Dienst wie Hootsuite

Nachrichten im Vorfeld zu planen, kann Ihre Social-Media-Arbeit stark entspannen! Doch einzig Facebook besitzt bisher eine Planungsfunktion, die Sie über die Plattform selbst steuern können. Für alle anderen Social Networks benötigen Sie ein Redaktionsprogramm für die Beitragsplanung.

Inzwischen gibt es zahlreiche Anbieter auf diesem Feld. Bewährt haben sich meiner Meinung nach genau zwei dieser Programme, Buffer und Hootsuite. Das Tolle ist, dass Sie beide in der Grundversion kostenfrei nutzen können.

Bei Hootsuite haben Sie in der Grundversion die Möglichkeit, drei Social-Profile einzubinden. Erst wenn Sie mehr nutzen wollen, müssen Sie dafür zahlen. Für die meisten Unternehmer mit beispielsweise einer Facebook-Seite, einem Twitter-Account und einem Instagram-Profil ist die kostenfreie Basisversion aber völlig ausreichend.

 

5. Social-Media-Profile als Lesezeichenliste im Browser speichern

Ihr akuteller News-Feed ist ein denkbar schlechter Ort, um Multiplikatoren und Mitbewerber im Blick zu behalten. Nutzen Sie stattdessen Hootsuite-Dashboards –  oder Sie legen alternativ ganz einfach die entsprechenden Facebook-Unternehmenesseiten als Lesezeichen in Ihrem Brwoser an.Sotieren Sie diese Lesezeichen übersichtlich in einem Lesezeichenordner.

Rufen Sie diese Bookmarks regelmäßig auf, um auf dem Laufenden zu bleiben. Erkenntnisse die Sie aus dem Social-Media-Umgang Ihrer Mitbewerber gewinnen können Ihnen helfen, Ihre eigene Social-Media-Strategie anzupassen.

Ob Sie Hootsuite, einen anderen Social-Media-Dienst oder Ihren Lesezeichenordner zur Konkurrenzanalyse nutzen: In jedem Fall stellen Sie auf diese Weise sicher, dass Sie nicht zu viel unnütze Zeit in Social-Media-Welten verbringen oder sich gar in ihnen verlieren.

 

Hat Ihnen mein Beitrag geholfen? Gerne können Sie ihn auf Facebook teilen! Sie wünschen sich Unterstützung in Sachen Social Media? Hier können Sie Kontakt mit mir aufnehmen!

2 thoughts on “Social-Media nervenschonend nutzen: 5 Tipps für einen resilienten Umgang

  • Vielen Dank für den Artikel, sehr klar und verständnisvoll geschrieben, ich neige genau dazu, was Sie beschreiben, mich überfordert die Informationsflut und so mache ich dann of gar nichts.

  • Hallo Frau Pohl, haben Sie vielen Dank für Ihren Kommentar! Es freut mich zu lesen, dass Ihnen der Beitrag hilfreich gewesen ist. Ich werde ab jetzt häufiger etwas aus dieser Ecke schreiben, bleiben Sie also gerne am Ball 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.